Spendenziel

Die Charterfeier zum 30 jährigen Bestehen des Leo Club Dortmund Hövelpforte steht ganz unter dem Zeichen unserer Zukunft, den Kindern. In diesem Sinne möchte wir die Erlöse des Abends an roterkeil.net spenden.

roterkeil.net ist die Bezeichnung für ein Netzwerk zur Bekämpfung von Kinderprostitution und Kinderpornografie. Ins Leben gerufen wurde das Netzwerk von Kaplan Jochen Reidegeld, der im Jahr 1999 in Kooperation mit dem Orden der Salesianer Don Boscos die "Aktion Bosco Sevana" gründete. Aus dieser Aktion entwickelte sich mittlerweile der Verein roterkeil.net.

Das Netzwerk roterkeil.net besteht organisatorisch aus vier Ortsgruppen in Olfen, Greven, Senden und Bottrop sowie einer Stiftung. Unterstützung erhält das Netzwerk durch zahlreiche Prominente, wie z.B. die Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder, Sebastian Kehl, Bernd Korzynietz und die Dressurreiterin Ingrid Klimke.

Alles begann 1996 an einem Strand des Inselparadieses Sri Lanka. Dr. Jochen Reidegeld, dem Gründer von roterkeil.net, wurde ein Junge zum Kauf angeboten. Dass dieses schreckliche Angebot nicht dem verbrecherischen Handeln eines Einzelnen entsprang wurde deutlich, als sich der Priester aus dem Münsterland an die Salesianer Don Boscos wandte, die sich weltweit und eben auch in Sri Lanka um benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmern. In der Nähe der Inselhauptstadt Colombo bemühen sie sich in einem Rehabilitationszentrum um die Opfer der Kinderprostitution.

Aus dieser Begegnung ist 1998 die Idee eines Netzwerkes erwachsen, das sich der weltweit organisierten Kindersexmafia entgegen stellt. Menschen aus allen Bereichen unserer Gesellschaft finden sich in roterkeil.net zusammen um dem stummen Schrei von Mädchen und Jungen in aller Welt, aber auch in Deutschland Gehör zu verschaffen.

Zum einen sammeln die Mitglieder Spenden für Partnerprojekte. Diese fließen in die Rehabilitationsmaßnahmen für missbrauchte Kinder. Außerdem bemühen sich Streetworker und Sozialarbeiter in der Prävention und Aufklärung darum, dass Kinder gar nicht erst zu Opfern werden. In den Ortsgruppen wird die Information über dieses Verbrechen auf die lokale Ebene geholt. Wenn die Nachbarin oder ein Kegelbruder durch seine Berichte dem Leid von hundertausenden Kindern weltweit ein Gesicht gibt, dann kommt es den Menschen näher als allein durch einen Flyer oder ein Plakat.

Zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen in Schulen, in Fußballstadien, auf Marktplätzen oder auf Festen sollen das Anliegen von roterkeil.net immer wieder deutlich werden lassen. Dabei helfen uns prominente Fürsprecher, die sie unter der Rubrik Schutzengel finden. In der politischen Lobbyarbeit kämpfen wir um einen besseren rechtlichen Schutz für die kindlichen Opfer jeder Form des sexuellen Missbrauchs und eine entschlossenere Bekämpfung der mafiösen Strukturen pädokrimineller Netzwerke.

Bei all dem wollten die engagierten Frauen und Männer von roterkeil.net eines nicht aus dem Blick verlieren. In allem Mühen und Ringen geht es um das einzelne Kind, ob in Rumänien oder Köln, in Kambodscha oder Berlin. Keine Kriminalstatistik kann ausdrücken, wie groß die seelischen Wunden sind, die ihnen Erwachsene aus der so genannten zivilisierten Welt für ein kurzes perverses Vergnügen zufügen. Eine Ahnung von der inneren Verletztheit bekommt man, wenn man ihnen begegnet, wenn man ihnen in die Augen schaut, während sie von ihrem Leidensweg erzählen.